Jurassic World – der Dinopark ist wieder zurück

22 Jahre nach dem Ende des ersten Teils setzt dieser Film an. Und ja das könnte sogar passen, das es 22 Jahre her ist, das ich damals Jurassic Park im Kino gesehen habe. Und das Remake, bzw. der Nachfolger war äußerst erfolgreich im Kino und hat wie damals das Original als Megablockbuster abräumen können. Doch ist der Film wirklich so gut, wie sein Erfolg verspricht?

Dazu möchte ich mich erst äußern, nachdem ich etwas auf die Geschichte eingegangen bin.

Ganz im Sinne des Millionärs und Visionärs John Hammond wurde auf der Insel Isla Nublar ein riesiger Vergnügungspark aufgebaut in dem Dinosaurier die Hauptattraktion sind. Vom Streichelzoo mit Minidinos bis hin zur Raubtierfütterung ist alles geboten, was ein Dinozoo zeigen kann. Einige Dinosaurier werden in Schaugehegen gehalten, andere in einem riesigen Areal, welches per Schwebebahn oder komischen Ballförmigen Fahrzeugen betrachtet und erkundet werden kann.

Die Leiterin des Parks Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) bekommt Besuch von Ihren Neffen Gray und Zach Mitchell, welche von ihrer Assistentin Zara durch den Park geführt werden und ihr dann natürlich ausbüchsen. Und als dann das Chaos ausbricht, müssen die beiden natürlich auch gerettet werden.

Mit dabei Owen Grady (Chris Pratt) der eine Gruppe von Raptoren trainiert. Als ein neuer Genmodifizierter Superdinosaurier der Öffentlichkeit präsentiert werden soll, wird er gebeten das Gehege zu inspizieren, ob es sicher genug ist. Doch als der sogenannte Indominus Rex nicht in seinem Gehege ausgemacht werden kann, befürchtet man einen Ausbruch der Bestie, doch schnell stellt sich heraus, das dieses Wesen mehr kann als man je dachte und dies nur ein Trick war, um wirklich ausbrechen zu können. Und so beginnt der zu erwartende Terror indem der Indominus Rex durch den Park wütet. Und es kommt wie es kommen muss, überall gibt es Chaos und nur ein wahrer Held kann sich der Bestie stellen…

Soviel zur Geschichte, welche eigentlich gar nicht so schlecht ist, wenn auch absehbar. Die Schauspieler finde ich passen auch besser in die Rollen, als bei den alten Filmen und von der Tricktechnik brauchen wir eigentlich gar nicht reden, oder doch? Ja, einige Sachen sind extrem gut animiert und in die Filmszenen eingebaut, aber die Szenen mit dem Helikopter wirken zum Beispiel so künstlich und schlecht, das diese von einem billigen B-Movie sein könnten. Jetzt die Frage, ist der Helikopter nur ein schlecht gefilmtes Model, schlecht animiert oder real und passt deshalb nicht in die künstliche Welt. Aber bei einem solchen Film der so von animierten Objekten und Kreaturen lebt, fällt sowas halt extrem auf, wenn ein Element nicht in die Umgebung passt und dadurch künstlich wirkt. Und die Geschichte wird gegen Ende auch immer abstruser und merkwürdiger und man hat am Schluss wirklich das Gefühl, hier wollte man mit aller Gewalt die alten Filme und Endkämpfe toppen und das wirkt dann einfach nur noch lächerlich. Ganz ehrlich, die finale Auseinandersetzung zwischen Superdino und seinen Gegnern hätte man nochmal komplett überdenken sollen, die wirkt nicht stimmig sondern nur lächerlich.

Ich finde der Film macht sehr viel richtig, aber fast genauso viel falsch. In der Summe ist der Film leider nicht mehr als Durchschnitt und würde er nicht vom immer noch bestehenden Dinohype leben und dem Hype den er durch die alten Filme bekommt, wäre dieser Film eher nur eine Nebenerscheinung im Kino gewesen. Ob Teil 2 besser wird, mag die Zeit zeigen. Für gute Unterhaltung ist gesorgt, das definitiv, aber der Film ist bei weitem nicht so toll, wie er gerne hingestellt wird.

IMDB: http://www.imdb.com/title/tt0369610

Update September 2018:
Nachdem ich mal als Vorbereitung für Teil 2 den ersten Teil von Jurassic World wieder im Player einlegte, musste ich feststellen, ich war damals relativ hart zum Film. Okay, er hat immer noch seine Schwächen, aber im Gesamten macht er doch einen guten Eindruck. Vor allem die Probleme mit den Effekten zum Beispiel wie zum Beispiel bei dem Hubschrauber sind mir auf der BlueRay Version gar nicht mehr so aufgefallen. Evtl. lag das auch an der großen Leinwand damals im Kino, wo das einfach deutlicher aufgefallen ist. Hier auf dem Fernseher ist das nicht mehr so drastisch. Und das die Story flach ist, damit habe ich mich ja eh schon abgefunden.
Im Großen und Ganzen muss ich sagen, der Film weiß gut zu unterhalten und macht heute immer noch Spaß und ich freue mich in Kürze den zweiten Teil im Heimkino anschauen zu können, nachdem ich ihn im Kino verpasst habe. (Anmerkung an mich: Ich muss unbedingt mal wieder ins Kino gehen.)
Hätte ich damals vielleicht eine 6 oder 7 von 10 gegeben, bin ich heute knapp bei einer 8, weil toll in Szene gesetzt und einfach großes unterhaltsames Kino.

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