Bright – Bad Boys im Fanatsy Setting

Das Netflix bei eigenen Produktionen durchaus experimentierfreudig ist und sich traut Themen und Szenarien abseits der Norm zu produzieren, konnten sie schon öfters beweisen. Und gerade dadurch haben die Produktionen so viel Charme. Und auch bei Bright schaffen sie es eine werthaltige Produktion für´s große Kino auf die Beine zu stellen und bieten ein Setting, das extrem ungewöhnlich ist. Okay der Film ist nicht perfekt und es gibt durchaus einige Kritikpunkte, aber das Gesamtbild ist passend und sorgt für gute Unterhaltung und darauf kommt es ja schlussendlich an.

Der Film spielt mehr oder weniger in der heutigen Zeit, doch die Welt ist komplett anders und doch so gleich. Die Menschen leben seit Jahrtausenden bereits mit Elfen, Feen (welche nicht mehr als Ungeziefer sind) und Orks zusammen. Während die Elfen die Reichen und Mächtigen in der Gesellschaft sind, wurden die Orks, da sie damals vor 2000 Jahren auf der Seite des Bösen gekämpft haben, zur Unterschicht der Gesellschaft. Die Getto-Banden der heutigen USA wurden durch Orks ausgetauscht und die Menschen leben irgendwo dazwischen.

Will Smith spielt den Polizisten Daryl Ward, dem der erste Ork als Polizist zugewiesen wurde, Nick Jakoby. Und Rassismus und Hass auf Randgruppen wird in dieser Welt genauso intensiv, wie auch in unserer Welt gelebt. Und so wird Nick sowohl von den Polizisten, als auch von den anderen Orks gehasst und verachtet, da er da einfach nicht hingehört, wenn es nach ihnen geht. Sozusagen der Getto-Nigger der was besseres werden möchte und von niemanden dafür akzeptiert wird. Und entschuldigt, das „böse“ N-Wort, aber ich denke das verdeutlicht am besten die Lage in der sich Nick befindet. Somit setzt der Film ein deutliches Zeichen um diese Misstände aufzuzeigen, die leider auch 2018 immer noch von zu vielen Leuten gelebt werden.

Als Daryl und Nick dann zu einem Zwischenfall gerufen werden, beginnt für die beiden der große Showdown. Denn sie stellen einen Wand, einen Zauberstab sicher und wollen diesen eigentlich der Magischen Abteilung übergeben. Doch die Verstärkung die kommt, ist im Gegensatz zu Daryl und Nick korrupt und möchte den Wand verkaufen. Der Preis dafür wären nur drei Leben, die von Nick und Daryl und das der Elfe, die in Besitz des Wands war.

Und so werden die drei von korrupten Cops, Straßengangs und der bösartigen Besitzerin des Wands gejagt und ab hier wird der Film zu einer Art Bad Boys 3 im Fantasy Setting.

Der Film ist toll Produziert, die Action ist toll umgesetzt und man wird durchaus gut unterhalten. Somit hat man das meiste wirklich richtig gemacht. Vor allem das Setting finde ich irgendwie toll und vor allem wurde es so richtig räudig und dreckig im Detail umgesetzt. Lediglich im Detail fand ich dann auch Punkte zum meckern. Nicht immer versteht man so alle Charaktere und deren Motivationen, bzw. bei anderen ist es einfach zu plakativ gestaltet. Dann scheint immer wieder das Gefühl durch, das Will Smith mit aller Gewalt hier ein neues Bad Boys durchdrücken will, in dem er der mehr als coole schwarze Cop sein möchte. Das funktioniert meist, stört aber auch an anderen Stellen. Wenn man aber unbedingt einen richtigen Kritikpunkt anbringen möchte, wäre das lediglich die nicht überraschende Handlung. Denn irgendwie ist meist klar was als nächstes passiert, was aber nicht schlecht sein muss, wenn man im Gesamten trotzdem gut unterhalten wird.

Ich hatte also durchaus meinen Spaß mit dem Film und kann ihn ruhigen Gewissens empfehlen, wenn jemand auf so ein Setting steht.

IMDB: http://www.imdb.com/title/tt5519340

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