Jupiter Ascending …optisch anspruchsvoller Science Fiction Film mit ungewöhnlicher Handlung

Jupiter ist ein einfaches Mädchen, das einfach nur versucht über die Runden zu kommen. Ihr Vater wurde in Russland noch vor ihrer Geburt getötet und sie kam auf einem Schiff zur Welt, als ihre Mutter von Russland in die USA ging. Als Putzfrau im Familienunternehmen arbeitet sie jeden Tag hart um über die Runden zu kommen und hat die Hoffnung nach etwas besseren fast aufgegeben.

Doch alles ändert sich, als sie eines Tages von Aliens angegriffen wird und feststellt, das sie weit mehr und wichtiger ist, als sie es sich je erträumt hätte. Sie ist die genetische Erbin eines der größten Häuser des Universums und die rechtmäßige Erbin der Erde.

Doch die anderen Anwärter für dieses Erbe sind nicht bereit davon abzutreten, bzw. versuchen mit Intrigen ihrer Habhaft zu werden, um so an ihr Erbe heran zu kommen. Lediglich der ehemalige Soldat Caine, der sie von Anfang an beschützt ist ihr einziger Halt und Sicherheit, denn der Sumpf aus Intrigen und Mordverschwörungen steht kurz davor Jupiter für immer zu verschlingen.

Der Film ist optisch ein absolutes Highlight. Die Raumschiffe, futuristischen Städte und das Universum an sich wirken extrem beeindruckend und die Action ist toll in Szene gesetzt. Das macht so richtig Laune und die ganze Darstellung wirkt so stimmig. Es wird auch mal ein Rundumschlag gegen die Bürokratie gegeben, welcher sehr humoristisch ist, jedoch bleibt der Film meist sehr ernst.

Die Handlung ist auch interessant und gut umgesetzt, wobei diese dann doch auch die größte Schwäche des Films darstellt, da diese nicht immer wirklich durchdacht wirkt. Erst wirkt Jupiter taff und selbstsicher, bzw. so als wenn man sie nicht so leicht hintergehen könnte, dann trifft sie aber Entscheidungen, die einfach nur naiv und sinnfrei sind. Mal machen Handlungsverläufe Sinn, dann aber frägt man sich ob die Macher des Filmes das wirklich ernst meinen. So auch die Schauspielerischen Leistungen, so wirken einige Charaktere enorm passend und die Schauspieler gehen richtig in ihren Rollen auf, andere hingegen wirken einfach nur flach und nicht überzeugend. Vor allem der böse Gegenspieler wirkt hier und da etwas übertrieben, kann aber von der Rolle eigentlich am besten überzeugen, während Jupiter selber meist sehr gesichtslos wirkt. Ich hatte stellenweise das Gefühl das Nebencharaktere den Hauptcharakteren teils die Show stehlen.

Der Film ist keines falls ein Totalausfall, denn er weiß wirklich gut zu unterhalten, aber er ist alles andere als perfekt und in sich stimmig. Er lässt den Zuschauer etwas Zwiegestalten zurück und man weiß am Ende nicht, ob man den Film nun gut finden soll oder nicht. Optisch toll inszeniert, aber von der Handlung her dann an einigen Ecken doch etwas zweitklassig. Schade, da hätte weit mehr drin sein können.

IMDB: https://www.imdb.com/title/tt1617661

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