Pumpkin Scissors – Staffel 1 …Friedenstruppe für den Wiederaufbau

Drei Jahre ist der Krieg nun schon vorbei und das Land liegt immer noch in Schutt und Asche. Marodierende Plünderer durchstreifen das Land, fanatische Adelige terrorisieren ihre Untergebenen und Ressourcen werden oft nicht dort verteilt, wo sie auch wirklich benötigt werden. Jeder versucht seinen Vorteil aus der Notlage zu schaffen, doch das Land ist weit davon entfernt sich von den Folgen des Krieges erholen zu können.

Daher wurde eine Spezialeinheit gegründet, die sich um den Wideraufbau des Landes kümmern soll. Von vielen als Spaßtruppe angesehen, versucht sie vor allem durch den enormen Eifer ihrer Führerin Alice Malvin wirklich etwas zu bewirken. Und so kämpft diese kleine Truppe oft gegen Windmühlen, schafft es aber immer wieder wenigstens kleine Siege zu erringen. Sei es das Ausschalten einer marodierenden Panzereinheit, für die der Krieg immer noch nicht ganz vorbei ist, oder ein Adeliger, der aus Spaß seine Untergebenen mit einem Panzer jagt.

Die Charaktere der Truppe sind sehr vielseitig und ergänzen sich gerade dadurch so gut. Alice Malvin eine Adelige, die voller Überzeugung die Einheit anführt, jedoch dank ihres Hitzkopfes nicht selten auch gegen Wände läuft. Der Hühne Randel, der sich todesmutig sogar Panzer in den Weg stellt und weit mehr Geheimnisse in sich birgt, als es der Truppe bewusst ist. Dazu ein Frauenheld, ein einfacher aber pflichtbewusster Kämpfer, die Assistentin, ein Hund, der mehr als nur ein Maskottchen ist und der Chef im Hintergrund, der aber durchaus weiß, welche Fäden man ziehen muss, um seiner Truppe einige Türen zu öffnen.

Die Serie hat es leider nur auf eine Staffel geschafft, was aber durchaus selbstverschuldet ist, denn diese Serie fängt sehr gut an, aber stellt sich am Ende selber ein Bein. Die Kurzgeschichten sind allesamt sehr unterhaltsam und mit dem nötigen Witz gespickt. Auch Gesellschaftskritik ist hier und da sehr wichtig. Wobei die überzogene Motivation von Alice ist hier und da auch etwas nervig. Auch krankt die Serie an einigen Ecken an diesen Erklärungsdialogen, zwischen den guten und bösen Protagonisten. Das Übliche ich erkläre Dir warum ich das mache, bevor ich dich töte, usw. Und gerade in den letzten Folgen dieser 24-Folgen langen Staffel kranken enorm daran.

Denn hier kommt es zum großen Showdown in dem diese Diskussionen ins endlose getrieben werden. Und hier denkt man sich nicht nur einmal, das es jetzt reicht mit dem Erklärbär-Gehabe und man doch endlich mal weiter machen sollte. Und wenn dann die Handlung wieder minimal voran gebracht wird, dann wird wieder debattiert. Dadurch zieht sich der Inhalt für eine nette Doppelfolge auf 4 bis 5 Folgen, was dann mehr als nur anstrengend wird. Schade eigentlich, denn damit macht die Staffel all das kaputt, was sie in den vorangegangenen 20 Folgen eigentlich an Qualität aufbauen konnte.

Somit kann man sagen, die Serie ist ein zweischneidiges Schwert. Der Anfang, bzw. der Großteil der Serie macht wirklich Spaß, aber das Finale ist eine Katastrophe. Bestimmt einer der Gründe, warum es nie zu einer zweiten Staffel kam. Trotzdem kann ich die Serie empfehlen, denn wie gesagt, bis auf das Ende bekommt man hier wirklich gute Anime-Kost geboten. Und das Ende braucht man sich ja nur einmal der Vollständigkeit halber anschauen. Die anderen Folgen kann man gerne öfters anschauen.

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