Conan – blutige Neuauflage des Kultfilms

Die Rolle des halbnakten muskelbepackten Barbaren hat einen Österreicher berühmt gemacht und ganz ungeahnte Früchte getragen. Mal ganz davon abgesehen, wie dieser Film das Bild eines Barbaren in der Filmbranche geprägt hat. Ob nun die Neuauflage des Kultbarbaren Conan dem neuen Darsteller Jason Momoa, den man auch aus Stargate Atlantis oder Game of Thrones her kennt, ebenso einen Sprung in der Karriere verschafft hat? Ich denke mal nur bedingt, denn dieser Film macht Laune und weiß durchaus die Geschichte des unerschütterlichen Barbaren entsprechend in Szene zu setzen, aber der große Erfolg blieb aus. Ich denke aber das lag auch daran, das die Zeit für diese Art von Filmen vorbei ist und eher als angenehme Unterhaltung abgetan wird.

„Geboren auf dem Schlachtfeld“, so einer der Marketingsprüche zum Film und das ist wortwörtlich genommen, denn seine Mutter spaltet gerade hochschwanger einige Köpfe, während die Wehen einsetzen und der kleine Conan auf die Welt kommt. Ron Perlman darf dann den Vater des jungen Conans mimen und dieser ist bereits als Heranwachsender äußerst geschickt, was den Kampf angeht. Als dann seine Sippe angegriffen wird und sein Vater qualvoll vor seinen Augen stirbt, schwört er Rache und macht sich als erwachsener Mann auf die Suche nach den Mördern. Zum Original gibt es durchaus einige Abweichungen, aber das stört eigentlich nicht weiter. Was ich recht erfrischend finde, ist die ungeschnittene Brutalität des Filmes, wodurch das Ganze durchaus rund wirkt. Der Begriff „einen Kopf zermatschen“ wird hier durchaus das eine oder andere mal gut in Szene gesetzt, ohne dabei eklig oder splattermäßig zu wirken. Das erwartet man einfach bei einer solchen Geschichte.

Zusammenfassend kann man aber durchaus sagen, dass diese Neuauflage eine gelungene Abendunterhaltung darstellt, aber bestimmt nicht das filmische Meisterwerk, oder der Kulthit wurde, den der alte Film präsentiert. Wobei sind wir mal ehrlich, der alte Conan-Film ist nur so kultig, da er damals einfach zur richtigen Zeit das richtige Thema brachte. So etwas in dieser Form gab es bis dato noch nicht, jedenfalls nicht in der Qualität. Wer auf einen guten Barbarenfilm in modernen Produktionsgewand steht, der auch entsprechend brutal in Szene gesetzt wurde, der darf hier ungesehen zugreifen.

Außerdem muss ich hier sagen, viele sprechen davon das dieser Film richtig schlecht wäre, was definitiv nicht stimmt. Einer der Kritiker die ich mal gesehen habe, meinte die Handlung sei flach, unlogisch, die Effekte billig und der sei einer der schlechtesten die er in dem Jahr gesehen habe. Naja, spricht er hier vom ersten Conan? Nein, er meinte die Neuauflage und da fragt man sich dann doch was so einige professionellen Kritiker denn wirklich von Filmen verstehen, denn mal vom Kultcharakter des Originals abgesehen, hat er damit eigentlich eher das Original als die Neuverfilmung beschrieben, denn ohne das Original herabzuwürdigen, heutzutage kann der Film nichts mehr reißen. Er ist schlecht gealtert und hat auch sehr sehr viele Schwächen. Und trotzdem finde ich das Original cool, weil ich einfach damit aufgewachsen bin. Aber im direkten Vergleich ist die Neuauflage um Welten besser gelungen, als noch das Original. Und sind wir mal ehrlich, ein guter Schauspieler war Arnold damals bei weitem nicht…

Ich werde demnächst mal die beiden Filme direkt gegenüberstellen, da dies wie ich finde ein allgemeines Problem für Neuauflagen ist, das teils mittelmäßíg Originale aufgrund ihres Status glorifiziert werden und Neuauflagen von haus aus abgestraft werden, ohne das man denen überhaupt eine Chance gibt. 

IMDB: http://www.imdb.com/title/tt0816462

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