Dracula untold – mal wieder das Lebenswerk des Pfählers, diesmal in mystisch

Um Dracula gibt es zahlreiche Filme und ich glaube es gibt keine Figur die je so oft verfilmt und interpretiert wurde, wie Dracula, bzw. Vlad Dracul der Pfähler. Bram Stokers Dracula verpackt das Thema in ein romatisch-schönes Gewand, während andere Filme Dracula eher als blutrünstiges Monster darstellen. Einige Filme setzen sich auch mit der Figur hinter dem Mythos auseinander, Vlad Dracul auch genannt Vlad der Pfähler. So auch dieser Film, doch habe ich hier ehrlicher Weise einen etwas anderen Ansatz erwartet oder erhofft, als das was ich dann zu sehen bekommen habe. Ich erwartete eine Version wie „Dark Prince: the true story of Dracula“, einen sehr tollen B-Movie der sich mit der Geschichte Vlad´s an sich beschäftigt.
Aber zurück zu „Dracula untold“. Dieser Film zeichnet das Leben von Vlad nach, der als Kindersoldat zu den Türken musste und dort als einer der stärksten Kämpfer galt und die Kunst der Einschüchterung nur zu gut verstand. Seine Gegner ließ er Pfählen und wusste mit dieser Grausamkeit den Widerstand seiner Gegner zu schwächen. So wurde er zum Fürsten seiner Heimat und konnte jahrelang den Frieden in Transsilvanien erhalten. Bis die Türken neue Kinderkrieger als Tribut forderten und er sich den Türken entgegen stellte.

Und hier geht der Film dann andere Wege als zum Beispiel bei „Dark Prince“, denn Vlad kam bereits mit einem mächtigen Bösen in den Bergen Transsylvaniens in Kontakt und als der Krieg gegen die Türken unumgänglich war, entschloss er sich mit diesem Bösen einen Pakt einzugehen um sein Volk zu beschützen. Er ließ sich zum Vampir wandeln und wurde dadurch zur mächtigen Waffe gegen den übermächtigen Feind, doch kann er diesen Fluch nur ablegen, wenn er 3 Tage lang dem Blutdurst widerstehen vermag.

Soviel zur Handlung und ich denke den Rest kann man sich denken. Also von der Grundhandlung wird hier nicht viel neues erzählt, jedoch finde ich es fast enttäuschend, das man es nicht wagte das Ganze, wie beim schon erwähnten B-Movie mehr auf reale Tatsachen aufzubauen, sondern von Anfang an gleich diesen extrem mystischen Weg einschlägt. Denn ganz ehrlich finde ich, das hier etwas die düstere Romantik des Themas verloren geht und das Ganze etwas zu geradlinig auf Vampir und Dracula hinaus geht. Aber das mag Geschmacksache sein. Vielleicht habe ich hier etwas zu viel erwartet, da ich bereits einen Film kenne der zeigt, wie man es richtig machen kann.

Wobei von der Inszenierung kann man sich nicht beschweren. Der Film ist schön düster, er ist gut in Szene gesetzt und auch die Action und Charaktere funktionieren, wie ich finde. Somit bietet der Film eine absolut solide Abendunterhaltung und weiß sich gekonnt von allen sonstigen Dracula oder Vampir-Filmen zu distanzieren. Man darf halt keinen „Dark Prince“ in besserer Produktion erwarten, wobei vielleicht ist das so auch gar nicht verkehrt.

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