Isolation – blanker B-Movie Horror

Pack eine Gasmaske auf das Cover und ich bin schon einmal interessiert. Doch auch wenn es bei dem Film um Biogefahr geht, ich glaube eine Gasmaske kommt in den Film selber nicht vor. Aber egal, wichtiger ist, was im dem Film dann wirklich vor kommt.

Also von den großen Vertretern der schreibenden Zunft wie Cinema oder TV Movie wird dieser Film durchaus gelobt. „Atmosphärisch dichter Indie-Monsterhorror“ so die Cinema, „extrem spannend! Bewertung: Empfehlenswert!“, die TV Movie (oder auch „furcherregender Mix aus 28 Days Later und The Descent“) oder „Isolation wird dich infizieren“ von horror.com. Gut und schön, ich frage mich nur, welchen Film die Redakteure gesehen haben, nämlich nicht den, den ich hier als Uncut Version vorliegen habe.

…oder ist an den Gerüchten um gekaufte Review doch was dran?…

Das mag jetzt böse klingen und wird dem Film nicht gerecht, aber so hochgelobt wie er wird, so stark muss ich dann doch Kritik walten lassen. Aber kommen wir erst zum Handlungsplot.

Auf einer irischen Farm, die recht abgelegen liegt, sind Genforscher mit Experimenten beschäftigt, um die ultimative Milchkuh zu züchten, die leistungsstark ist und damit viel Milch, Fleisch und Geld bringt. Doch als eine Kuh beim Kalben plötzlich Probleme hat, stellt sich heraus, das mit dem Nachwuchs irgendwas so überhaupt nicht in Ordnung ist. Denn das was in der Kuh herangewachsen ist, hat mit einer Kuh so gar nichts mehr zu tun. Während die meisten „Jungtiere“ tot geboren werden, bzw. gleich getötet werden, so kann doch noch eines dieser Tiere überleben und der Horror kann beginnen. Klar, das Monster fällt über die anderen Kühe her und schreckt auch nicht vor Menschen zurück und wird schnell immer größer und gefährlicher.

Von der Grundidee nicht schlecht und könnte auch funktionieren. Doch die Umsetzung ist schlussendlich doch relativ billig und lieblos inszeniert. Atmosphärisch? Nur stellenweise, Spannend, bzw. extrem Spannend? Nur bedingt an wenigen Stellen. Vergleichbar mit 28 Days later? Zum Glück nicht, denn 28 Days Later ist richtig gut und hat damit rein gar nichts zu tun. Dieser Vergleich ist eigentlich eine Beleidigung für einen hervorragenden Film. Vergleichbar mit The Descent? Auch nicht, auch wenn ich The Descent nicht unbedingt so mag, aber dieser ist weit besser, spannender und mit mehr Liebe gemacht. „infizierend“? Ja, man verspürt den Drang vor zu spulen.

Okay, ich will fair bleiben. Das ist ein B-Movie und dafür ist er eigentlich auch gut gemacht. Die Machart an sich, sprich Kamera und Idee passen eigentlich. Auch die Schauspieler wären relativ okay. Aber einmal kann das Monster nicht punkten, da es zum einem schlecht aussieht und außerdem nicht so erschreckend rüberkommt, wie es könnte und müsste um zu funktionieren. Aber vor allem fehlt dem Film die Liebe zum Detail. Das wirkt einfach nur runtergedreht und verliert dadurch enorm viel an Potential. Da hätte man wirklich mehr draus machen können und mit etwas mehr Mühe wären die Zitate die ich hier so zerpflückt habe, durchaus gerechtfertigt gewesen.

Schlussendlich muss ich sagen, dass das Cover noch das coolste am ganzen Film ist. Schade eigentlich.

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