Warcraft: The Beginning – auf nach Azeroth, dem Land der Onlinehelden

Mit Warcraft hat Blizzard eines der größten Spiele-Franchises geschaffen. Warcraft 1 bis 3 gehören zu den bekanntesten Echtzeitstrategiespielen. Speziell Warcraft 3 ist ein Hit im eSport und war der Gründervater für weitere Spielehits wie League of Legends oder Dota2. Vom großen Erfolg von World of Warcraft ganz abgesehen, dem größten und immer noch erfolgreichsten MMORPG (Massive Multiplayer Online Role Play Game).

Fans wünschen sich schon lange einen Film zu diesem Hintergrund doch viel zu lange hat Blizzard hier die Rechte für zurückgehalten. Und das war auch gut so, denn an eine filmische Umsetzung dieser Fantasywelt darf mit recht ein hoher Anspruch gestellt werden. Auf jeden Fall ist die Filmtechnik mittlerweile weit genug, um diesen Stoff passend und gut umsetzen zu können, jetzt nur die Frage, kann das Team das auch entsprechend nutzen? Und wenn ich ehrlich bin, als ich die ersten Trailer von diesem Film gesehen hatte, war ich auch sehr skeptisch. Viel zu künstlich sahen die Orks aus und ich hatte einfach zu viele Bedenken, ob man das nicht in den Sand setzen würde.

Doch wurde diese Befürchtung bestätigt? Näheres dazu in den folgenden Zeilen.

Der Film trägt mit recht den Namen The Beginning, denn man fängt hier wirklich von vorne an. Die Orks befinden sich noch in ihrer Heimat die verdorben und abgestorben ist. Und die Horde verlangt nach neuen Jagdgründen und ihr höchster Magier hat eine Möglichkeit gefunden ein Tor in eine neue Welt zu öffnen. Und so versammeln sich die stärksten und gefürchtetsten Krieger um in diese neue Welt vorzustoßen und auf der anderen Seite ein Tor zu erschaffen, mit dem die gesamte Horde in die neue Welt gebracht werden kann.

Doch die neue Welt Azeroth ist nicht so wehrlos, wie man meinen könnte denn die Allianz der Menschen besitzt furchtlose Krieger, die den Orks vielleicht nicht körperlich gewachsen sind, doch in ihrem Mut der Wut der Orks in nichts nachstehen und bereit sind bis zum letzten Mann zu kämpfen. Doch vor allem die Magie der Allianz ist mächtig und ihre größte Waffe gegen die Horde, vor allem da nicht alle Orks ihren Führern und ihrer bösen Magie trauen.

Ich kenne leider nicht die ganze Lore von Warcraft, aber soweit ich das beurteilen kann, hält man sich im Film recht genau an die Vorlage, was dem Film sehr gut steht, denn dadurch werden die Fans sehr gut abgeholt.

Als WoW Spieler kann man sich auch das eine oder andere „wow“ nicht verkneifen, denn wenn man Orte und Städte wie die Eisenschmiede, Sturmwind, Karazan oder das Portal sieht, fühlt man sich sofort wie daheim im digitalen Azeroth in World of Warcraft. Um es mal salopp auszudrücken: „Scheiße ist das geil dargestellt.“ Und auch meine frühen Befürchtungen, das die Orks zu sehr nach Computer aussehen würden, wurde nicht bestätigt. Hier passt optisch alles zusammen und sowohl Effekte, als auch Action passen gut zusammen. Die Welt wurde, wie ich finde, sehr gelungen umgesetzt.

Auch die Handlung weiß zu gefallen und die Schauspieler und einzelnen Charaktere kommen solide rüber. Das ist jetzt kein Triple-A-Film, aber das ist solide Arbeit und macht Lust auf mehr. Okay, ich bin ein Fanboy und dadurch vielleicht etwas leichter zu hypen, als jemand der mit WoW nichts am Hut hat. Man darf kein zweites Herr der Ringe oder Der Hobbit erwarten. Das ist ganz klar eine andere Liga, doch gehört dieser Film zu einer der besten Fantasy-Verfilmungen der letzten Zeit. Davon will ich mehr, und ja Herr Boll, so werden Spielelizenzen filmisch umgesetzt und nicht anders. Hier ist auch nicht alles perfekt und man hätte hier und da was anders und besser machen können, aber das Gesamtbild passt und ist solide. Einzig die Ork-Mischling-Frau erklärt sich mir nicht ganz, vor allem weiß ich nicht, ob es sie auch wirklich in der original Lore gibt.

Meiner Meinung nach eine Empfehlung für jeden der auf tolle klassische Fantasy steht. Ich will mehr davon und freue mich schon auf die Fortsetzung.

IMDB: http://www.imdb.com/title/tt0803096

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