Deathgasm …eine Death Metal Band öffnet die Türen zur Apokalypse

Immer wieder gibt es Filmteams, die versuchen einen Film auf Metal und seine extremeren Spielarten aufzubauen. Diese Filme sind meist etwas kleiner und mit viel Herzblut gemacht, aber die meisten können leider auch nur bedingt überzeugen. So auch Deathgasm, ein Film der bestimmt mit Herzblut und Liebe zum Metal geschaffen wurde, aber halt auch nicht aus dem Schatten einer einfachen Underground Produktion hervortreten kann.

Wobei die Frage ist, ist das eigentlich was schlechtes? Eigentlich nicht, denn auch wenn der Film nicht perfekt ist, er ist irgendwie cool und kann vor allem Fans der Musikrichtung meist gut abholen. Und wie man weiß passt vor allem beim Death Metal der harte und brutale Sound extrem gut zu Splatter, Horror, Dämonen und Gewalt und übermäßigen Blutverbrauch. Und genau das bietet der Film, nette Witze, die hin und wieder auch ins Volle treffen und jede Menge ungeschnittener Brutalität, jedenfalls bei der Uncut Version die ich mein Eigen nenne. Wobei ich glaube den Film gibt es eh nur in dieser Version.

Mal vom Death Metal Touch abgesehen, gibt dieser Film nämlich einen akzeptablen B-Movie Splatter Film ab, mit derben Dämonen und ordentlich Gore und literweise Blut. Kein hochproduzierter Film mit wahnsinnig fesselnder Story, aber schöner Zeitvertreib für alle die auf Splatter stehen. Dazu harte Metalklänge und etwas Humor, auch wenn dieser teilweise verwendeter Highschool-Humor nicht immer so ganz punkten kann. Aber hier und da treffen die Macher auch ins Schwarze und vor allem bei der Bestrafung des bösen Handlangers relativ am Anfang vom Film habe ich mich gekugelt vor Lachen, da diese Situation und Szene so absurd und eigentlich doof ist, dass dieser Gag einfach nur perfekt gesessen hat. Vor allem wie er von den Schauspielern umgesetzt wurde.

Aber zur Story, die sehr einfach und geradlinig ist, aber an sich funktioniert. Metalhead Brodie zieht nach dem Tod seiner Eltern bei seinem Onkel ein, irgendwo im Hinterland von Neuseeland. Dieser ist natürlich hochchristlich und hat einen „Mr. Niceguy“ als Sohn, der aber eigentlich nur ein Arsch ist und andere tyrannisiert. Das mit seinem Onkel hätte man noch etwas besser ausschlachten können, aber die Fatality Moves später sind durchaus humoristisch passend. Mehr möchte ich hier aber nicht spoilern. Jedenfalls trifft Brody auf Zakk und gründet mit den zwei anderen Loosern der Schule eine Band. Und als er mit Zakk in ein Hause einsteigt, in dem der Mastermind einer alten Kultband haust, gelangen die Jungs an die schwarze Hymne, ohne es erst zu wissen. Und man kann sich ausdenken was passiert, die Jungs spielen diese Hymne und damit verwandeln sie die ganze Stadt in ein Schlachthaus.

Wie gesagt hier und da wird richtig gekonnt mit den Klischees gespielt, aber andererseits kommen andere Anspielungen so kaum rüber. Bei den Jokes ist es ähnlich, während die einen auf den Punkt kommen und einfach nur geil sind, sind andere dann doch eher schwach. Hier hätte man mehr draus machen können. Und vor allem warum ist der Metalhead der Looser auf der Schule, also ich kenne das eher anders, mag aber auch an meinen 1,90m liegen, die ich bereits mit 16 hatte. Da wirken Kutte und Nieten vielleicht etwas einschüchternder, aber das ist eine andere Geschichte. Das mag in Neuseeland durchaus etwas anders sein, als hier bei uns.

Man darf also bei Deathgasm nicht das absolute Highlight erwarten, aber er macht Spaß und ist als netter Splatter-Zeitvertreib durchaus sehenswert. Mehr Charme für Metalfans haben aber Filme wie „Suck“ oder „El dia de la bestia“ oder auch „Ronal der Barbar“.

IMDB: http://www.imdb.com/title/tt3705412

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