Rin – Daughters of Mnemosyne

Diese 6 teilige Serie ist auch für die Animeserien, die ich sonst so habe etwas ungewöhnlich. Und ich bin mir nicht mehr so sicher, aber als die damals im Fernsehen gelaufen ist, glaube das war MTV, da wurde zwar viel gezeigt, aber ungeschnitten war die nicht. Denn was man hier sieht, ist durchaus brutal und auch sexistisch. Aber auch sehr gut von Charakteren, Handlung und Erzählweise. Denn all die Gewalt und der teils brutale Sex sind zwar durchaus Gezielt gemacht und sollen denke ich Leute mit BDSM-Fetisch anzusprechen, aber passen auch ins Gesamtbild. Also nicht nur Effekthascherrei, sondern auch Stilmittel für eine vernünftige Präsentation. Denn wie oft muss man eine unsterbliche Frau töten, bis sie wirklich tot ist, eine Frage, die durchaus des Öfteren in dieser Serie gestellt wird.

Worum geht es in dieser Serie? In 6 Geschichten wird das Leben von Rin und ihrer Freundin Mimi erzählt. Beide arbeiten als Privatdetektive und verbergen ein großes Geheimnis. Denn sie sind beide unsterblich. Rin, eine erwachsene Frau, Mimi gefangen im Körper eines Kindes, bzw. einer Jugendlichen. Und das ist auch der einzige Punkt, den man hier bemängeln könnte, denn auch mit Mimi gibt es Sexszenen in dieser Serie und auch wenn sie durchaus das passende Alter hätte, der Körper ist halt noch zu Jung für das was gezeigt, bzw. angedeutet wird. Ich denke das könnte den einen oder anderen stören.

Doch warum sind die beiden Frauen unsterblich? Der Weltenbaum verströmt Sporen und wenn diese sich in eine Frau einnisten, wird diese unsterblich. Viele gibt es nicht, was aber auch daran liegt, das diese Frauen von Engeln gejagt werden. Denn Männer in die sich eine Spore einnistet, werden zu Engeln, die nur eine kurze Lebensdauer haben und auf der Suche nach unsterblichen Frauen sind, um diese zu Schänden und zu Verzerren / zu Töten.  Dazu kommt noch ein Oberbösewicht, Apos, der ein übernatürliches Wesen ist, welches sein besonderes Interesse an Rin hat. Und dieser Kampf zwischen Rin und Apos und dessen Gehilfen ist wie schon erwähnt teils brutal, teils blutig und an einigen Stellen auch mit sexueller Gewalt verbunden.

Das Setting muss man mögen, ich finde es aber sehr cool und stimmig, lediglich die Sexualisierung von Mimi an einigen Stellen finde ich jetzt nicht so gelungen. Was mir sehr gut gefällt ist, das zwar alle 6 Folgen eine umspannende Handlung besitzen, aber in sich meist komplett abgeschlossen sind. Und schon eines vorweg, das hat mich damals bei der Fernsehausstrahlung so verwirrt, weil ich die Folgen nie hintereinander gesehen hatte, die Geschichten sind zeitlich über einen größeren Zeitraum verteilt, daher entwickeln sich viele Charaktere von Folge zu Folge durchaus enorm weiter und altern.

Abschließend noch ein Hinweis, ich habe davon die UK Version mit nem 18er Siegel drauf und ja, das ist definitiv gerechtfertigt, denn Rin ist definitiv keine Kinderunterhaltung, das ist ein Anime für Erwachsene. Und wie schon gesagt, man muss sowas mögen oder für sowas offen sein. Man muss kein BDSM-Fan sein, bin ich auch nicht, aber man darf sich nicht von Gewalt und Guro (sexualisierte Gewalt (grob erklärt)) abschrecken lassen.

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