Mudrunner – Review

Diese Spielereihe kenne ich eigentlich schon seit Spintires und habe sie damals eigentlich als eher uninteressant für mich links liegen lassen. Damals war es eine Matschsimulation mit LKWs die bereits nach 2m im Schlamm stecken geblieben sind, so kam es mir jedenfalls vor. Hat mich damals nicht angesprochen und deswegen habe ich dann Mudrunner als es rauskam eher ignoriert. Tja, jetzt weiß ich das ich da was versäumt habe. Denn mit dem neuen Titel von Saber Interactive „Snowrunner“ bin ich wieder auf die Serie aufmerksam geworden, denn Snowrunner fand ich irgendwie sofort ansprechend und cool.

Da ich aber nicht wusste ob mir das wirklich Spaß macht, dachte ich mir, ich hole in nem Sales für ca. 6EUR Mudrunner mit allen DLCs und probiere es aus. Denn wenn mir, wie man mir sagte, die Techdemo in Matschgrau zu Snowrunner Spaß macht, dann dürfte mir Snowrunner auf jeden Fall gefallen.

Und ja, was soll ich sagen, an einem Wochenende habe ich fast alle Missionen gespielt und fand das Game absolut fesselnd und hatte viel Spaß damit. Und ja, im Vergleich zu Snowrunner ist Mudrunner definitiv eine Techdemo, die aber auch für sich Spaß macht, aber auch eine günstige Möglichkeit ist, in das Spielprinzip reinzuschnuppern, wenn man sich nicht sicher ist, ob einem sowas Spaß macht. Denn alles was Mudrunner hier und da evtl. fehlt, bietet dann Snowrunner, wobei Mudrunner auch seine Vorteile hat. Aber fangen wir mal von vorne an.

Story im Spiel? Gibt es nicht, außer man soll die Karte ganz aufdecken und Holzstämme zu einem oder mehreren Sägewerken auf der Karte fahren. Wenn alle Sägewerke beliefert wurden ist die Karte geschafft und man kann wenn man will noch weiter auf der Karte fahren oder geht zur nächsten.

Für die Aufgabe gibt es Startfahrzeuge, die meist ausreichend sind um die Mission zu erfüllen, man findet aber auch Spezialfahrzeuge die mehr oder weniger nützlich sind auf der Karte. Man kann aber in der Werkstatt alle Fahrzeuge nahezu perfekt ausrüsten und hat somit gute Werkzeuge an der Hand, um die Missionen erfolgreich zu erfüllen. Der Fuhrpark ist bis auf die DLCs auf russische Trucks (soweit ich als Laie das sehen kann) ausgelegt, die auch sehr viel Spaß machen. Die US-Trucks und Jeeps sind da eher schlecht umgesetzt, da diese bei weitem nicht den Fahrkomfort und auch nicht die Power aufweisen, die man von den russischen Trucks her kennt. Ich habe eine der US-Karten zum Beispiel mit den US-Trucks probiert und hab die Karte nach 2 Stunden noch nicht durch gehabt. Dann wollte ich das mal mit den russischen Trucks versuchen und war in 1 Stunde durch ohne Probleme.

Die Karten selber sind meist herausfordernd, aber normalerweise nicht zu schwer. Hier und da darf man aber einen LKW zu einem anderen herholen, da man bei voller Ladung auch mal nur im Schlepptau eines anderen LKWs wirklich durch kommt. Da die Karten aber aus Modulen bestehen, kann man mit der Zeit etliche Stellen gut lesen und weiß, wo man langfahren muss um gut durchzukommen.

Es gibt auch Mod-Fahrzeuge und Karten. Die Fahrzeuge fand ich teils etwas überpowered, aber die Karten sind teils sehr coole Herausforderungen. Vor allem Dangerous Roads sind mal was ganz anderes und da werde ich mich noch mal durchbeißen, denn da will ich wissen, ob ich die schaffe.

Man kann pro Karte je nachdem wie gut man zurecht kommt mit ca. 1 bis 3 Stunden Spielzeit rechnen. Ich habe nach ca. 29 Stunden fast alle Karten, auch von den DLCs durch, wobei ich auch einige Sachen ausprobiert habe, wie auch 3 Maps aus dem Workshop. Also darf man zwischen 25 bis 40 Stunden Spielspaß rechnen, was ich voll okay finde. Und danach kann man immer noch herumexperimentieren und Spaß haben.

Und ein Punkt ist noch zu klären: Ist Mudrunner nicht nur ein Eurotruck Simulator im Matsch?

Nein, während bei Spielen wie Eurotruck Simulator die Strecke vorgegeben ist und immer auf befestigten Straßen stattfindet, muss man bei Mudrunner selber den Weg finden, denn nur weil auf der Karte eine Straße zu erkennen ist, ist nicht gewährleistet, das man mit dem aktuellen Fahrzeug da auch wirklich durchkommt. Neben Fahren im Match ist hier auch Pathfinding gefragt und ausprobieren, denn jede Karte hat eigene Gemeinheiten, die es zu meistern gilt.

Was macht Mudrunner besser oder schlechter als Snowrunner? Das werde ich dann in der Snowrunner Review schreiben, hier aber mal meine generellen Pros und Cons zu Mudrunner:

PRO:

  • Großer Spielspaß und Motivation durch die verschiedenen Settings der Karten
  • Russische LKWs machen fast alle richtig viel Spaß beim Fahren
  • Karten sind übersichtlich und auch gut um mal eine Runde zwischendurch zu starten
  • Optisch zwar etwas grau in grau aber doch ansprechend

CON:

  • US-LKWs machen keinen Spaß, da schlechtes Fahrverhalten
  • Teils anstrengend, das man gleiche Wege öfters fahren muss, da man nur eine Teillieferung schafft. Vor allem wenn man 4 Werkstattpunkte anliefern muss, aber wegen vorhandener Ausrüstung immer nur einen Werkstattpunkt auf einmal anliefern kann.

Zusammenfassend muss ich aber sagen, das ich in den fast 30 Stunden Spielzeit bisher sehr viel Spaß hatte und immer noch Motiviert bin, die restlichen Karten die noch offen sind zu finalisieren.

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