Sanctuary – Die komplette Serie

Man nehme eine bekannte Schauspielerin, die Fans von einer großen Serie hat und gebe ihr eine Hauptrolle in einem Mystery / Monster Setting und einem Erfolg steht eigentlich nicht viel im Weg. Bei Sanctuary ist das die Schauspielerin Amanda Tapping, welche bei Stargate als Major Samantha Carter bereits einen bedeutenden Charakter in der damaligen Scifi-Vorzeigeserie Stargate inne hatte und nun bei Sanctuary als Dr. Helen Magnus eine geheime Organisation leitet, das Sanctuary. Und auch wenn meines Wissens die Serie Sanctuary nie den Erfolg von Stargate erreichte, so kam sie doch sehr gut an.

Worum geht es bei Sanctuary? In 5 Staffeln jagt man „Monster“, bzw. Abnorme wie sie hier meist bezeichnet werden. Wesen aus Legenden, die unter uns Menschen mehr oder weniger versteckt leben. Dazu kommt dann später noch die Hohlerde in der noch mehr Abnorme abseits von unserer Zivilisation existierten und diese beiden Völker vermischen sich immer mehr. Meist sind die Folgen eigenständig und befassen sich mit dem Kampf für oder gegen ein Monster und das Sanctuary ist sozusagen das neutrale Auffangbecken für alle Monster, die nur in Frieden leben wollen. Doch dies wollen nicht alle und so spitzt sich im Laufe der Serie die Lage zwischen Menschen und Abnorme immer mehr zu. Und das Sanctuary steht zwischen den Parteien und versucht als neutrale Partei die Fronten zu beruhigen, mit mehr oder weniger großen Erfolg.

Die Serie hat teils einen leichten Steampunk Touch der mir gut gefällt und diese Mystik die immer wieder einfließt weiß zu gefallen. Das ist keine Highend Produktion und wirkt heute an einigen Stellen durchaus einfach und billig produziert, hat aber seinen Charme. Die Charaktere passen meist auch und die Serie ist rein von der Handlung meist sehr unterhaltsam.

Lediglich dieses Waldorfschulen-Getue ist teils fehl am Platz, denn immer wieder will man lieber diskutieren, als das man doch mal was macht. Die Mitarbeiter des Sanctuary werden sehr oft als die absoluten Gutmenschen dargestellt, was etwas anstrengend sein kann. Und nicht alle Folgen wissen wirklich zu überzeugen, da hier und da auch mal etwas fremdschämen angebracht ist. Aber in der Summer ist die Serie durchaus interessant und unterhaltsam.

Gegen Ende wird es dann aber etwas zäh und man merkt das man sich irgendwie übernommen hat und das Ziel aus den Augen verloren hat. So kommt es mir jedenfalls vor, da man am Schluss mit Gewalt einen zwar passenden aber irgendwie auch erzwungen Abschluss findet.

Diese Serie ist nicht perfekt und hat auch ihre Schwächen und Durchhänger, aber im Großen und Ganzen macht sie Spaß. Wem die Serie damals schon gefallen hat, der kann mit etwas Glück für ca. 50 / 60 EUR alle 5 Staffeln in einer schönen Gesamtbox bekommen.

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