Skull Party (Melanie Schober)

Ja, hier ist sie nun die erste Review eines Mangas, bzw. einer Manga Kurzserie. Und dann ist es nicht einmal ein Manga im eigentlichen Sinne, würde Puristen sagen. Die Charaktere sind ein abgewandelter Mangastil, was vollkommen okay ist, jedoch ist die Leserichtung die westliche, was auch daran liegen mag, das die Zeichnerin und Schöpferin des Werkes Melanie Schober aus Österreich stammt.

Worum geht es in der 4 Bände langen Geschichte?

Die Welt wurde von den Menschen in den Abgrund gewirtschaftet, die Polkappen sind abgetaut und ein Großteil der Welt wurde überflutet. Die Erde ist nicht mehr zu retten und so hofft die Menschheit, auf die Reise zu einen anderen Planeten, um dort eine neue Heimat zu finden. Die Menschen selber werden durch einen Bürgerchip unterdrückt und Medikamente werden genutzt um sie gehörig zu machen und im Sinne der Gesellschaft zu optimieren. Dazu kommen 5 mystische Schädel, die maßgeblich für den Erfolg des großen Plans der Umsiedlung zu sein scheinen.

Doch es gibt die Skull Party, eine Gruppe von Widerständlern, die sich dem Regime entgegenstellen und irgendwo dazwischen steht Emil, ein Rebell dem jedes Mittel recht ist, um sich gegen das System zu stellen und ein Statement zu setzen.

Die Charaktere passen recht gut und haben alle ihren eigenen Charme. Lediglich der „Böse“ ist etwas sehr übertrieben böse dargestellt, aber gut das hilft ihn so richtig zu hassen. Die Story selber ist gut und interessant, wobei ich sagen muss gegen Ende bin ich persönlich mit einigen Situationen nicht ganz so zufrieden, da ich es vielleicht anders aufgelöst hätte, aber das wird bestimmt jeder anders sehen, da dies Geschmackssache ist. Es ist aber stimmig und weiß zu gefallen.

Den Zeichenstil finde ich auch sehr toll, teils sogar besser als von einigen anderen Mangas, die sich an einigen Stellen dann nicht soviel Mühe geben. Hier gibt es nichts zu meckern. Was mich aber wundert, vor allem da eine Frau diese Serie erstellt hat, sind die Sexszenen. Diese sind zwar dezent aber trotzdem teils sehr direkt gehalten. Und am meisten überraschte mich dann eine Tentakelsex-Szene. Das hätte ich dann definitiv nicht erwartet.

Gesamt betrachtet muss ich sagen, das ist vielleicht nicht der beste Manga, den ich habe da die Story an einigen Stellen etwas bei mir aneckt, aber zeichnerisch einer der Schönsten und vor allem finde ich es ganz erfrischend, das er mit 4 Bänden abgeschlossen ist und sich nicht in einem Endlosepos verliert.

Man muss aber auch bedenken, man merkt an der Geschichte und am Erzählstil definitiv, das dieses Werk aus Europa stammt und nicht aus Asien, was aber kein Nachteil ist.

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