Resident Evil 0

In der Gamingszene ist ein Titel gerade in aller Munde: Resident Evil VIl.l.age, bzw. Resident Evil VIII. Für die einen der absolute Hit und das Beste was der Serie hätte passieren können, für andere eher durchschnittliche Kost die besser hätte sein können. Aber um diesen Teil soll es hier gar nicht gehen, sondern mich hat dieser Titel einfach dazu animiert mir endlich die alten Resident Evil Teile genauer anzuschauen, die ich bereits in meiner Sammlung habe, aber nie wirklich gespielt habe. Und was soll ich sagen, aktuell weiß mich das Franchise zu begeistern und ich frage mich, warum ich so lange nie wirklich da reingeschaut habe.

Der erste Teil den ich aktuell durchgespielt habe ist RE0, das Spiel welches die Ereignisse parallel zu denen von Teil 1 bzw. kurz davor erzählt. Wir schlüpfen in die Rolle von Rebecca, welche als Sanitäter neu bei der Spezialeinheit Stars mit dabei ist und auf dem Weg zu einem Einsatz stürzt die Einheit mit dem Hubschrauber ab. Die Einheit überlebt, doch beim Durchsuchen der Umgebung stoßen die Elitekämpfer schnell auf einen Gefangentransport des zu Tode verurteilten Soldatens Billy Coen, der sofort verdächtigt wird, seine Wächter auf brutalste Weise umgebracht zu haben. Doch schnell merken sie, das hier weit mehr nicht stimmt, denn sie treffen schnell auf gefährliche Monster, die nach und nach das Team dezimieren.

Als Rebecca einen stillstehenden Zug findet, muss sie schnell feststellen, das die Toten in diesem Zug nicht wirklich tot sind und sie trifft auf Billy und muss entscheiden, ob sie sich mit ihm zusammenschließt und ihm vertraut, um sich mit ihn zusammen durch die Monsterhorden zu kämpfen, oder nicht. Und so steuert man beide Charaktere nach Wahl, aber hier und da gibt das Spiel auch vor für welche Aktion welcher Charakter benötigt wird. Und man kann entweder die Charaktere unabhängig voneinander oder als Team steuern.

Die Version die ich gespielt habe ist die HD Remastered Version und diese ist optisch vergleichbar mit dem HD Remaster von Teil 1. Somit durchaus nett anzuschauen wenn man nicht gerade photorealistische Grafiken erwartet. Zu den Schauplätzen gehören der eben genannte Zug, dann ein Anwesen, bzw. Trainings- und Forschungseinrichtung von Umbrella, die darunter versteckten Laboratorien und ein Wasserkraftwerk. Die Gebiete sind stimmig und wissen zu gefallen. Ich mag auch den Mix aus Grusel, Rätseln und Kampf, das macht Laune, auch wenn ich finde Horrorfeeling kam nicht auf, aber trotzdem wusste die Stimmung zu gefallen, wobei ich das Gefühl hatte, das ich bei Teil 1, soweit ich es bisher gespielt habe, mehr unter Strom stand als hier.

Ich habe das Spiel im Pussymodus, also Leicht gespielt, da ich die Story genießen und erleben wollte und mich nicht über zu knappe Munition und knapp limitierte Möglichkeiten zum Speichern ärgern wollte. Ich denke ich hätte es vielleicht sogar in Normal geschafft, aber ich hatte jetzt nicht den Anspruch auf kompliziertes Gameplay und hohen Herausforderungen. So kommt man eigentlich ganz gut durch und ich muss sagen, die wenigen Pixeltode die ich gestorben bin (glaub 2 Stück) waren eher der Kamera und Steuerung geschuldet. Denn in alter Resident Evil Manier sind die Kamerawinkel fest vorgegeben und wenn man die Grenze zur nächsten Kamera überschreitet, ändert sich die Anzeige. Außerdem hat Resident Evil 0 wie auch Teil 1 die sogenannte Panzersteuerung. Somit sind aufgrund von Unübersichtlichkeit und zäher Steuerung durchaus einige Probleme vorprogrammiert.

Die Charaktere gefallen mir bei dem Spiel gut, die Story ist passend und gibt noch einmal mehr Einblick in die Hintergründe zu Teil 1. Es ist auch ganz erfrischend wenn man gemütlich ein Spiel in ca. 12 Stunden beendet und ein zufriedenstellendes Ende erspielt hat.

Lediglich die Steuerung und Kameraführung sind etwas gewöhnungsbedürftig. Und am nervigsten für einen Looter wie mich sind die 6 Inventarplätze die einem pro Charakter zur Verfügung stehen, das ist einfach verdammt wenig. Eine Pistole und Munition dazu verbrauchen schon 2 Plätze. Eine Gewehr mit Munition sogar schon 3. Dazu noch etwas Heilung, die Farbbänder zum Speichern und dann bleibt nicht mehr viel übrig, um noch Questitems zu transportieren, die auch Inventarplätze verbrauchen. Aber irgendwie kann man sich damit arrangieren, wobei etwas mehr Inventar wäre schon cool gewesen. Das gute ist aber, wenn man Inventar wo ablegt, bleibt es da auch dauerhaft liegen und kann jederzeit wieder geholt werden.

Zusammenfassend muss ich sage, ich hatte meinen Spaß und hatte 3 Abende gute Unterhaltung mit diesem Spiel. Wer das noch nicht gespielt hat und mal günstig findet, der macht hier recht wenig falsch.

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