Mary Grave

…die Suche nach dem legendären Totenrezept, wie der Titel ebenfalls heißt. Mary Grave ist eine kurze Serie mit 5 Bänden, die auf Egmont Manga erschienen ist. Und gleich vorweg, das ist eine der besten Manga Serien die ich aktuell gelesen habe.

Der Zeichenstil ist extrem schön, sehr tolle Charaktere und teils fast etwas zu verspielt mit extrem vielen Details gezeichnet. Die Action ist auch gut gezeichnet und meist sehr gut verfolgbar, was ja nicht immer bei Mangas gegeben ist. Also optisch schon einmal ganz großes Kino.

Die Handlung selber ist auch toll und hat einiges zu bieten, was man vielleicht schon von anderen Serien her kennt, aber auch mit zahlreichen Elementen, die dann die Geschichte zu was besonderen machen. Worum geht es?

Sawyer reist durch die Lande, welche schon seit vielen Jahren von Dämonen heimgesucht werden, um die Zutaten für das sogenannte Totenrezept zu sammeln. In dem Sarg den er mit sich herumträgt, befinden sich die Zutaten die er bisher gefunden hat, sowie die Leiche seiner geliebten Rosalie. Er ist damals bei einem Kampf gestorben und Rosalie machte sich auf das Totenrezept fertigzustellen und ihn wieder zu beleben. Doch eine Zutat war ihr eigenes Leben und nun versucht Sawyer seine Geliebte zurück zu holen und hofft, das er durch sein Untotendasein, Rosalie wiederbeleben kann ohne ebenfalls wieder zu sterben.

Und die Suche nach den Zutaten in dieser chaotischen Welt ist alles andere als leicht und so stolpert Sawyer mit seiner teils etwas naiven Art von einem Abenteuer ins andere. Und sein Untotendasein kommt ihm hier und da durchaus zu Gute.

Die Geschichten sind toll erzählt, auch die Gesamthandlung weiß zu gefallen, die Charaktere sind gut ins Szene gesetzt und es wird ein guter Mix aus Humor und ernster Handlung gefunden. Hier gibt es wirklich kaum etwas zu meckern.

Lediglich über das Ende könnte man etwas meckern, denn die Handlung erreicht einen bestimmten Punkt, der durchaus passend und zufriedenstellend ist, jedoch wird dann der Rest in wenigen Seiten abgehandelt. Einerseits gut, weil man einfach mit 5 Bänden die Serie beendet und sich nicht in ewigen Nachfolgegeschichten verrennt, aber vor allem die letzten Seiten wirken dann etwas gehetzt, was aber Meckern auf hohen Niveau ist. Ich finde die gesamte Serie sehr gelungen und muss sagen, das ist wirklich eine der besten Serien, die ich in der letzten Zeit gelesen habe.

Und wer weiß, vielleicht gibt es ja noch eine kleine Nachfolgeserie, in der die Ereignisse des Endes etwas weiter ausgeschmückt werden. Denn da wäre definitiv noch Potential vorhanden.

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