Ayanashi

Wenn Euch das Coverartwork dieser vierteiligen Mangareihe anspricht, dann könnt ihr hier ohne Vorbehalt zuschlagen. Denn man bekommt auch genau das geboten, was die Cover versprechen. Düstere Action mit markanten Charakteren und einem sehr düsteren Setting.

Der Tod kam auf die Erde und gab den Lebewesen und auch den Menschen die Fähigkeit des Tötens und die Menschen verloren den Kampf gegen die Kreaturen des Todes und haben sich in Städten unter der Erde verkrochen und versuchen dort zu überleben. Auf der Erdoberfläche streifen die Oni, dämonengleiche Bestien des Todes und dringen immer wieder in Städte ein um dort den Tod zu sähen. Aber auch die Ayanashi streifen auf der Erdoberfläche, als letzte Verteidigung der Menschheit gegen die Oni. Kaltblütige Killer, geschult im Kampf gegen diese Monster, denn mit normalen Waffen kann man die Oni nicht verletzen, denn unsere physikalischen Gesetze gelten bei ihnen nicht, nur der direkte Angriff mit einer kurzen Klinge kann ihnen etwas anhaben. Klingt etwas komisch, ist es auch, wird aber vernünftig erklärt und daraus ergibt sich auch eine der Grundregeln dieser Welt, zuviel will ich aber hier nicht verraten.

Holo, der Hauptcharakter ist ein junger Mann, der aufgrund seiner Vergangenheit Probleme mit Menschen hat und somit der perfekte Kandidat für das Leben eines Ayanashi ist. Ein erbarmungsloser Killer der Oni, der lediglich seinen Bruder akzeptierte und nach dessen Tod nun auf der Suche nach dessen Mörder ist. Doch schnell stellt sich raus, das hinter dem Mord seines Bruders viel mehr zu stecken scheint, als er eigentlich vermutete. Und so entwickelt sich daraus eine interessante Geschichte und Jagd nach dem Mörder.

Wie gesagt, das Charakterdesign ist durchwegs sehr gut und gelungen, wie ich finde und der ernste und düstere Ton der Geschichte weiß richtig zu gefallen. Das Setting ist an einigen Stellen etwas gewöhnungsbedürftig, wird aber wie oben schon bezüglich der Waffen erwähnt, eigentlich sehr gut erklärt. Man muss hier einige Sachen halt einfach als gegeben hinnehmen und darf sie nicht nach Logik hinterfragen.

Der Zeichenstil ist auch sehr gut und reiht, in Kombination mit der gelungen Story, diese kurze Reihe definitiv bei den qualitativ hochwertigen Publikationen ein. Lediglich das Ende wirkt etwas holprig. Denn eigentlich hat der Autor einen Abschluss geschaffen, der vielleicht etwas schnell kommt, aber durchaus so stehen bleiben kann, aber es wird dann auf einmal noch etwas angehängt, was dann dem Ganzen einen fast unfertigen Eindruck verleiht. Ich weiß nicht genau warum das Ende sich so merkwürdig anfühlt, weil es prinzipiell passend wäre, aber ich glaube den letzten Part, was eine Art Nachwort ist, hätte man evtl. anders verpacken sollen, aber gut, das ist meckern auf hohen Niveau.

Im Gesamten muss ich aber sagen, das diese vierteilige Manga Serie wirklich extrem gelungen ist und jeden der ein düsteres Endzeitsetting mag, ansprechen sollte.

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