Resident Evil – Welcome to Raccoon City

Auf den neuen Resident Evil Film war ich wirklich gespannt. Denn ich muss gestehen die alten Resident Evil Filme fand ich gar nicht so schlecht, da ich die Vorlage nur vom Anspielen des ersten Teils kannte, als dieser rauskam. Somit fand ich Teil 1 ganz stimmig, wie auch Teil 2. Die anderen Teile wurden dann ganz klar etwas flacher, dienten aber immer noch als nette Unterhaltung.

Und ja, dem ersten Resident Evil Films haben wir ja meines Wissens nach auch zu verdanken, das die Zombiefilme wieder populär wurden. Das sollte man diesem Film auf jeden Fall trotz aller Kritik anrechnen und schlecht war er eigentlich nicht, er nahm Resident Evil halt nur als grobe Vorlage und war eher Zombie-Film als ein richtiger Resident Evil Film.

Nun habe ich aber Resident Evil, Zero, 1, 2 durchgespielt, 3 und 4 und Ressurection angespielt und Teil 8 genau als LetsPlay verfolgt. Somit würde ich sagen ich bin im Spiel und dem Hintergrund viel tiefer verbunden. Daher schaue jetzt nicht nur unbedarft einen Film an, der auf einen coolen Hintergrund beruht, sondern sehe nun auch genau, wie man sich ans Original gehalten hat.

Und das vorweg: Wenn man den Film als freie Erzählung im Resident Evil Universum, bzw. als Neuinterpretation der Spiel 1 und 2 sieht, dann bekommt man einen tollen Film. Wer jedoch pingelig jeden Charakter und Handlungsstrang mit dem Original vergleichen will, der sollte besser die Hände von dem Film lassen.

Hier im Film werden Teil 1 und 2 zusammengefasst. Diese sind ja im Spiel mehrere Wochen voneinander getrennt, hier passieren sie jedoch zur gleichen Zeit. Claire Redfield ist auf den Weg nach Raccoon City, um ihrem Bruder eine Nachricht zu zeigen, das Umbrella anscheinend etwas schlimmes plant und fährt sogar mit dem LKW-Fahrer der den Zombie anfährt in die Stadt hinein. Ihr Bruder Chris, der eigentlich im Teil 2 nach seinem Einsatz in der Villa nicht da sein sollte, wie auch Jill Valentine sind jedoch in der Stadt und werden zur Villa geschickt, da dort ein Toter gefunden wurde. Außerdem wird das andere Team der Truppe vermisst. Somit passieren beide Filme mehr oder weniger zur gleichen Zeit. Was aber eigentlich nicht stört, wenn man es mental verkraften kann, das hier die Handlung frei gestaltet wurde. Denn dadurch bekommt man von den vielleicht beiden besten Teilen sehr viele tolle Zitate immer wieder im Film zu sehen, die mein Fanherz definitiv erreicht haben.

Ich mag auch wie sich die Menschen auf einmal verwandeln und erst von kranken Menschen zu blutrünstigen Monstern werden. Vor allem die Szene, wenn dann der LKW vor dem Polizeipräsidium crashed ist mit Abstand die genialste Szene im ganzen Film. Hier haben sie wie ich finde einfach alles richtig gemacht und wir haben am Ende des Films noch einmal zurückgespult um diese Szene noch einmal zu sehen.

Wie gesagt die Handlung funktioniert, wenn man mit der freien Interpretation leben kann. Ansonsten von Produktion, Handlung und auch der Stimmung kann der Film absolut überzeugen. Für mich mal wieder ein Horror-Action Film der wirklich verdammt viel Spaß gemacht hat und mich voll begeistern kann. Ich fand den richtig gut.

Als Fan der Spiele und einer der nun etliche Stunden mit den Charakteren verbracht hat, finde ich lediglich die Umsetzung der Charaktere etwas Schade, denn da wäre meiner Meinung nach ein Umschreiben nicht nötig gewesen. Vor allem passen die Schauspieler teils weder vom Acting, noch vom Aussehen auf die teils ikonischen Vorlagen.

Eine Jill Valentine hat optisch gar nichts mit dem Original zu tun und ist viel zu tough und derbe für den Charakter, den man sonst kennt.

Ein Albert Wesker ist zwar okay besetzt, aber er ist nicht der Strippenzieher, der er eigentlich von Anfang an sein sollte.

Ein Leon S. Kennedy schaut optisch eher wie Carlos aus Teil 3 aus und wird als volltrotteliger Anfänger dargestellt. Das hat zwar seine Momente, aber passt wie ich finde nicht so ganz zum Original.

Claire Redfield ist wie ich finde ganz gut getroffen und Chief Brian Irons ist absolut passend für die Rolle. Er kommt am besten von allen Charakteren an die Vorlage heran.

Die Monster mit denen man es zu tun bekommt sind aber sehr gut getroffen. Die Licker, die Hunde und auch die G-Virus Mutation macht mit seinem Upgrade sogar fast noch mehr Spaß als das Original. Wer auf einen Tyrant wartet, der wird leider enttäuscht, denn dieses Monster hat es nicht in den Film geschafft.

Wie aber bereits gesagt, wenn man sich nicht darauf versteift das dieser Film genauso wie die Spiele sein soll, dann bekommt man hier einen sehr gelungen und guten Horror-Action Streifen geboten. Und ich würde mich sogar auf einen Nachfolger freuen. Mir hat das verdammt viel Spaß gemacht.

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