Drei Founds, zwei Bundesländer, eine Messe

GeocachingAm Mittwoch war es so weit, ich bin nach Bielefeld gestartet, um am Donnerstag auf die CeBIT zu schauen. In Bielefeld habe ich nämlich ein günstiges Hotel mit guter Lage gefunden. Dann am Donnerstag auf die CeBIT und heute geht es nach Hause.
Als ich bei der Anreise merkte, das sind ja zwei Bundesländer zwischen denen ich pendel, war klar das ich hier mindestens eine Dose pro Bundesland / Stadt machen musste, denn ich habe mir zwar einige schnelle Tradis rausgesucht, mir war aber klar das ich nicht viel zum Suchen kommen sollte.
Die Ankunft in Bielefeld war dann auch mit kalten Regen verbunden und das war richtig unangenehm. Auf der Suche nach einem Abendessen nutzte ich die Zeit auch gleich um ein paar Dosen zu suchen, aufgrund der Unlust ewig zu suchen und den schlechten Wetterverhältnissen und extrem ungenauen GPS-Peilungen, wurden die ersten Dosen nicht gefunden. Es offenbarten sich mir auch keine offensichtlichen Verstecke, wobei der Satellit mich auch komplett in einem Radius von 20 Meter hin und her schickte. Und somit grenzt das die Möglichkeiten eines Verstecks bei einem großen Haus nicht gerade ein. Auch auf der Karte war die genaue Position nicht auszumachen. Naja, dann gabs halt erst einmal Chinese Food und mit vollen Magen machte ich mich dann noch auf den Weg zu dem Cache, der einen eindeutigen Hinweis hatte. “…an einem Schrank der Weltfirma Siemens…” hier war dann das Zielgebiet auch mit schlechtem GPS leicht auszumachen und so sah ich das Corpus Delicti auch schon von Weitem. Eine Dose und der Länderpunkt für Nordrhein-Westfalen. Damit war es das auch mit dem Dosensuchen in Bielefeld, denn es war spät und irgendwie fehlte mir die Motivation.
Tag zwei, der Weg zur CeBIT.
In Hannover wurde gestreikt und Verdi machte sich mal wieder Freunde in der breiten Masse. Mal nur so in den Raum geworfen: wie doof muß ich als Gewerkschaft sein, um während der weltweit größten Messe zu streiken? Denn das wirft definitiv kein gutes Licht auf eine Messe die es eh von Jahr zu Jahr schwerer hat. Aber gut, lieber schieße ich mir selber in den Fuß, als das ich vorher nachdenke. Denn wenn die Messe mal nicht mehr ist, was gibt es denn noch für die Leute an Arbeit. Wobei Verdi kann dann sagen, die beiden Angestellten, die in Hannover noch arbeiten, für die konnten wir damals noch ein gutes Gehalt erstreiken…
Aber gut, kommen wir zurück zum eigentlichen Thema. Die CeBIT habe ich nach 6 oder 7 Jahren mal wieder gesehen und ich muß sagen, ohne Business Termine, einfach so zum Schauen ist das sehr ernüchternd gewesen. Das hatte ich damals viel besser in Erinnerung. Meine Kollegen waren anscheinend mit Ihren Terminen sehr erfolgreich, aber so zum Rumschauen war echt nicht viel geboten. Aber ich war ja auch dort, um einen neuen Job zu suchen und da hatte ich ein paar gute und interessante Gespräche, da ich ja ab dem 01. Juli wieder einen neuen Job brauche (wer mich anstellen will, darf mich gerne kontaktieren ;) ). Interessant war vor allem das Gespräch mit dem Vertreter vom BMI, der hatte sowas von Lust und hat mit einer Begeisterung von seinem Arbeitgeber geschwärmt. Ich vermute mal er hat mitbekommen, was er verdient und was für Verdienste in der freien Marktwirtschaft möglich sind und nachdem er mir die Gehaltstabelle gezeigt hat, kann ich seine Motivation verstehen. Was dort als Brutto drin steht verdient man wo anders Netto, schon lächerlich, was unser Staat hier für IT-Fachkräfte zahlt, oder gibt es da noch vernünftige Zuschläge, von denen da nichts steht?
Ansonsten gab es nicht viel besonderes auf der Messe zu sehen. Hervorzuheben sind aber noch die Dancer mit DJ beim Stand von Tobit Software. Das waren zwei Robotermädels, die sich um eine Stange schmiegten und ein Roboter-DJ. Das fand ich mal richtig cool und das passte sowas von gut auf meine aktuelle Spiele-Leidenschaft Mass Effect 2.
Das Dosensuchen durfte auch nicht fehlen und das war dank vieler Muggel gar nicht so leicht. Wobei man auch einige andere Cacher traf. Zwei Tradis sind auf dem Messegelände und diese wurden dann auch gefunden. Den ersten konnte ich beim ersten Versuch leider nicht finden. Auch die beiden anderen, die parallel zu mir suchten blieben ohne Erfolg. Später als ich nochmals vorbei kam, war eine andere Gruppe Cacher aber erfolgreich und ich schloss mich bei Loggen mit an. Denn wie sich herausstellte, war die Dose nicht da wo sie nach der Beschreibung her sein sollte, sondern etwas daneben ganz anders Versteckt als es jeder erwartete. Kleiner Tipp: man darf auch mal im blauen graben…
Beim zweiten Cache schaute ich erst in die Röhre, bis ich dann mit einem anderen Cacher doch das Versteck ausmachen konnte und zwar gute 10m neben den Koordinaten an die wir geführt wurden. Und so war auch der Länderpunkt für Niedersachsen gesichert.
Lustig war, wie man doch andere Mitcacher auf suchenden Blick und dem Handy oder Navi in der Hand erkennen konnte. IT-Messe und Geocaching, das verträgt sich.
Leider habe ich mir die Tage viel zu wenig Zeit zum Cachen genommen, aber egal es hat sich rentiert, auch wenn ich den zweiten Tag auf der Messe dann gecancelt habe. Nochmal hätte ich heute keine Lust gehabt durch die Hallen zu laufen. Dafür freue ich mich schon auf die GamesCom, da gibts wenigstens was zu sehen.
Nun gehts nach Hause, da freuen sich dann drei Jungs und ein Mädchen, das ich wieder daheim bin. Hoffe sie haben nicht die halbe Bude zerlegt.

Die Welt ist eine riesige Bibliothek, oder was ist Bookcrossing

Heute bin ich von der Messe mit dem ICE von Hannover HBF zum Hotel gefahren und als ich in dem ICE eingestiegen bin, konnte ich doch noch einen Platz finden. Am Fenster saß eine Frau, die aber am Gang sitzen wollte und so tauschten wir die Plätze. Gesagt getan und mir viel ein Buch im Netz am Sitz vor mir auf. Freundlich wie ich bin, will ich das Buch der Frau rüber geben und sie sagt nur, das ist nicht ihres und hinten steht drauf, das es auf Reise gehen soll.
Beim Geocacher gehen sofort die Alarmglocken an und man denkt sofort an Travelbugs und Ähnlichem. Der genaue Blick aufs Buch enthüllte dann schnell das Geheimnis. An der Seite eine ID, auf einer anderen Seite die URL www.bookcrossing.com und auf der Rückseite ein Aufkleber mit weiteren Informationen zum Buch, bzw, dem System dahinter.
Ich wollte natürlich gleich mehr wissen und so wurde online recherchiert. Und das kam dabei raus:
Gegründet wurde bookcrossing.com am 21.April 2001. Heute dem 8.März 2012 hat die Seite 999.396 Mitglieder und 8.487.046 gelistete Bücher in 132 Ländern.
Das sind keine kleinen Zahlen, vor allem da dieses Hobby doch speziell ist, da zwar viele Menschen Bücher lesen, aber wer schickt schon seine Bücher auf Reisen. Was ich mit ähnlicher Ausrichtung kenne, sind die freien Bücherschränke, die es in einigen Städten gibt.
Und ratet mal, was die Top 3 Länder hier sind:
U.S.A.
Deutschland
United Kingdom
Die Idee ist die gleiche wie bei Travelbugs beim Geocaching. Man schickt ein Buch auf Reise und kann über die Webseite verfolgen, wo es hinkommt. Nur das dies etwas zäher ist, da diese Bücher auch zum Lesen da sind und es geht hier mit Schwerpunkt ums Teilen. Somit macht man aus der Welt eine riesige Bibliothek, aus der sich jeder Finder ein Buch ausleihen kann. Man kann auch Bücher reservieren, wobei in diesen Details bin ich noch nicht richtig drin, um hier schon nähere Details zu geben.
Ich habe im Hinterkopf schon früher mal davon gehört zu haben, damals habe ich aber nicht großartig drauf geachtet. Doch heute wurde ich sofort hellhörig und nun gibt es nicht nur einen Geocacher Namens PileGr, sondern auch einen Bücherwurm, bzw. Büchertauscher.
Und hier noch ein paar Infos zum Übeltäter, der mich darauf Aufmerksam gemacht hat.
Das Buch heißt “Sully-Prudhomme – Intimes Tagebuch – Nobelpreis für Literatur”. Ich bin sozusagen der dritte Owner und das Buch startete seine Reise in Berlin Moabit. Nach dem ersten Reinlesen muß ich zwar sagen, das ist rein von den Vorworten evtl. schwere Kost, aber klingt interessant. Bevor ich es wieder auf Reise schicke, werde ich hier auf jeden Fall noch etwas drin lesen.
Und da ich daheim gerade einige Bücher aussortiere, schicke ich vielleicht einige davon auf Reise…

Metal(l)caching – die neue Art Dosen zu suchen?

GeocachingÜber Spike05 bin ich auf eine neue Art des Geocachings gestoßen.
Mein erster Gedanke war für mich, so neu ist das nicht. Denn als Metal Fan kommt es durchaus vor, daß ich beim Caching Metal Musik anhöre. Aber nein, das war damit dann doch nicht gemeint.
Hier geht es wirklich um das Aufspüren von vergrabenen Metalldosen.
Ich selber habe zwar noch niemanden live in Aktion gesehen, weiß aber, daß das Suchen nach verborgenen Schätzen mit dem Detektor nicht nur in einer DMAX Serie beliebt ist, sondern auch in Deutschland Leute Meteoriten oder alte Münzen, Waffen,… suchen. Auch bei uns in der Gegend nicht unbedeutend, denn es gab bei uns einige bedeutende Schlachten im Mittelalter und man bekommt immer mal wieder mit, daß ein Bauer beim Umpflügen des Feldes Teile von Waffen und Rüstungen oder auch alte Münzen findet. Diese Schätze werden dann an Museen abgegeben, bzw. dem entsprechenden Amt und mit etwas Glück bekommt man auch Geld dafür. Wie das aber genau geregelt ist, kann ich nicht genau sagen, da ich mich nie näher mit der Materie befasst habe.
Und genau hier setzt diese Seite an. Warum soll man nicht Caches mit Metalldosen verstecken, die dann gesucht werden. Hier gibt es Regel, wie tief eine Dose Versteck sein darf, usw. Die Idee befindet sich anscheinend noch in der Startphase, da außer allgemeinen Infos auf der Seite noch nichts zu finden ist.
Außerdem ist noch interessant zu sehen, wie das realisiert werden soll, denn die Guidelines von GC sind klar: Caches dürfen nicht vergraben werden. Eigentlich darf man nicht einmal ein Loch graben, das dann mit der Tarnung abgedeckt wird.
Zweiteres habe ich schon gesehen und finde das voll okay, aber wenn ich wirklich nach einer Dose graben muß, weiß ich nicht, wie das der Gegend gut tut. Denn wenn man schon wegen Cacherautobahnen und Cachern, die auf der Suche eines nicht vergrabenen Caches den halben Wald umpflügen, dann will ich nicht wissen, was rauskommt, wenn die Dose wirklich 5 bis 10cm unter der Erde liegt.
Wobei ich mir sogar vorstellen könnte, daß die Leute, die das dann machen, soviel Verstand haben, das hier evtl. kein Schaden entsteht, denn ich denke die Hürde der Anschaffung eines Detektors mit ca. €250 sorgt schon dafür, das nicht jeder damit anfängt. Meins wird’s aber nicht werden.
Weiterführende Links:
Metallcaching
Artikel vom Spike05